Einen "alten" Niedertemperaturkessel optimieren - geht das überhaupt? Nun, in einem gewissen "Rahmen" schon. Zunächst sollte man die Kesselleistung soweit wie möglich reduzieren. Dazu gelten folgende Randbedingungen:

  • Das Gebäude wird noch ausreichend mit Wärme versorgt (Stichwort: Heizlastberechnung)
  • Die untere Leistungsgrenze des Heizkessels darf nicht unterschritten werden
Durch die reduzierte Leistung des Heizkessels sinkt die Abgastemperatur und der Kesselwirkungsgrad steigt. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass der Schornstein für die reduzierte Abgastemperatur geeignet ist!

  Sollte der Brenner am Wärmeerzeuger über einen Betriebsstundenzähler verfügen, können Sie hier "grob" die Anpassung von "Angebot" (Heizkessel) und "Nachfrage" (Wärmebedarf des Gebäudes) einsehen. Ein Richtwert: Die Brennerlaufzeit sollte zw. 1200 - 1400 h/a liegen.

Zusätzliche Isolierung: Ältere Kessel haben oft eine relativ schlechte Isolierung am Rauchgasstutzen (Anschluss zum Schornstein). Hier kann man oft durch eine Nachisolierung mit den geigneten Materialien die Auskühlverluste merklich reduzieren. So bleibt die Wärme im Kessel und wird nicht in den Heizungskeller abgegeben. Fragen Sie Ihren Heizungsfachmann oder Schornsteinfeger.

Wartung: Gerade Ölkessel müssen regelmäßig gewartet/gereinigt werden. Ablagerungen auf den Wärmetauscherflächen verschlechtern den Nutzungsgrad erheblich! 
 

 

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